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Der Australian Shepherd aus Amerika

 

 

Einleitung

 

Es erscheint zunächst ein wenig verwirrend, wenn eine in Nordamerika entstandene Hunderasse den Namen eines anderen Kontinents trägt: 

AUSTRALIAN SHEPHERD

  • Ein Blick in die Geschichte der Rasse zeigt ungefähr, wie sie zu diesem Namen kam, wobei der Ursprung des Australian Shepherd nicht ganz bekannt ist. In der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts und im frühen 19. Jahrhundert importierte der Westen der USA Tausende von Wollschafen aus Frankreich, Spanien, England, Neuseeland und Australien.

  • Es ist anzunehmen, das die Betreuer der Schafe ihre Hunde mitnahmen. In den westlichen USA etablierte sich der Baske mit seinen kleinen blauen Hunden (those littel blue dogs ) wie der Schotte und sein Collie in Britannien. Wie auch immer, es ist sicher, dass der baskische Schäfer mit seinen umherziehenden Herden und den kleinen blauen Hunden, die ihren Ursprung in einer ganz anderen Gegend der Welt hatten, die Rasse beeinflussten. In Australian existierte eine Rasse, dem Aussie ähnlich, genannt “German Collie“. Als das Land sich entwickelte, waren die Schäfer außerordentlich beeindruckt von diesen sehr fähigen Arbeitshunden und ihrer Möglichkeit, mit jeder Art von Vieh zu Arbeiten.

  • Sie wurden mit den Schafherden aus Australian verbunden, worauf sich der Name “Australian Shepherd“ bezog. So begann sich die Rasse in Amerika zu entwickeln. Der Name blieb bis Heute. Die Beliebtheit des Aussies nahm seit diesen Tagen ständig zu und so gründeten 1957 Aussiefreunde in Amerika den

“Australian Shepherd Club of Amerika“, kurz “ASCA“  

  • Dieser führt seit dem Gründungsjahr auch das Zuchtbuch der Rasse. Im Januar 1977 schrieb der ASCA den Standard des Australian Shepherd. 

 

Standard (ASCA)  

  • Allgemeine Erscheinung

Der Australian Shepherd ist ein wohl ausgewogener Hund von mittlerer Größe und Knochenstärke. Er ist aufmerksam und lebhaft, zeigt Kraft und Vitalität kombiniert mit außergewöhnlicher Beweglichkeit. Er ist ein wenig länger als hoch und hat ein Fell von mäßiger Länge und Derbheit. Die Farbgebung zeigt sich in ihrer Vielfalt und Einmaligkeit in jedem Individuum. Jedes Geschlecht, ob männlich oder weiblich, ist im Ausdruck gut erkennbar.

  • Charakter 

Der Australian Shepherd ist intelligent und in erste Linie ein Arbeitshund mit starkem Hüte- und Schutztrieb. Er ist ein außergewöhnlicher Begleiter. Er ist vielseitig, leicht erziehbar und erledigt seine ihm übertragenen Aufgaben mit großem Stil und Enthusiasmus. Er ist Fremden gegenüber reserviert, zeigt aber keine Scheuheit. Obgleich er ein aggressiver, autoritärer Arbeiter ist, wird Bösartigkeit gegen Menschen oder Tier nicht toleriert.

  • Kopf

Scharf geschnitten, kräftig, trocken und in Proportion zum Körper. Der Oberkopf ist flach bis leicht gerundet, seine Länge und Breite ist gleich der Länge der Schnauze, welche ausgeglichen und proportioniert zum Rest des Kopfes ist. Die Schnauze verjüngt sich leicht zu einer gerundeten Nasenspitze. Der Stop ist mittelmäßig ausgeprägt, aber deutlich erkennbar.

  • Zähne

Komplettes Scherengebiss mit gesunden, weißen Zähnen. Ein glatter Aufbiss ist ein Fehler. Abgebrochene Zähne oder Zähne die auf Grund eines Unfalls fehlen, werden nicht als Fehler angesehen.

Fehler: Unterbiss, Überbiss größer als 0,31 cm.

  • Augen

Sehr ausdrucksstark zeigen sie Aufmerksamkeit und Intelligenz. Klar, mandelförmig und von mittlerer Größe, ein wenig schräg angesetzt, weder vorstehend noch eingefallen, mit dunklen Pupillen, scharf abgegrenzt und perfekt positioniert.

Die Farben sind: Blau, braun, bernsteinfarben, grün oder jede Variation oder Kombination einschließlich Flecken und Marmorierung.

  • Ohren

Hochangesetzt an den Seiten des Kopfes, dreieckig und leicht gerundet an der Spitze. Mittlere Größen und Längen werden gemessen, indem man die Spitze des Ohres an die innenseitige Ecke des Auges führt. Bei voller Aufmerksamkeit fallen die Ohren nach vorne gerichtet zwischen einem Viertel und der Hälfte vom Ansatz gerechnet.

Stehohren und Hängeohren sind schwere Fehler.

  • Nacken und Körper

Der Nacken ist fest, von gleichmäßiger Form, steht in Proportion zum Körper. Er ist von mittlerer Länge, im Nacken leicht gewölbt und gut in die Schulter eingesetzt. Der Körper ist fest und muskulär. Die Rückenlinie erscheint waagerecht bei einer natürlichen viereckigen Haltung. Die Brust ist tief und fest mit wohlgeformtem Rippenbogen. Die Lende ist von oben gesehen stark und gut ausgeprägt. Die Unterlinie steigt mäßig von vorne nach hinten an. Die Kruppe ist mäßig abfallend. Der Idealwinkel liegt bei 30 Grad von der Horizontalen. Die Rute ist lang oder eine natürliche Stummelrute.

  • Vorhand

Die Schulterblätter sind lang, flach, eng eingesetzt am Widerrist und ca. zwei Finger breit auseinander, gut nach hinten gestellt bei einem Winkel zur Schulterlinie, wobei die Vorderbeine senkrecht stehen. Das Ellenbogengelenk ist gleich weit entfernt vom Boden wie vom Widerrist. Die Beine sind gerade und kräftig. Die Fesseln sind kurz, dick und stark aber dennoch flexibel. Dabei zeigen sie von der Seite betrachtet einen leichten Winkel. Die Pfoten sind oval geformt, fest, mit dicht verbundenen, gut gewölbten Zehen. Die Ballen sind dick und elastisch. Die Krallen sind kurz und kräftig. Wolfskrallen können entfernt werden.

  • Hinterhand 

Die Weite der Hinterhand ist annähernd gleich der der Vorderhand an den Schultern. Winkelung von Becken und Oberarm entsprechen der von Schulterblatt und Oberarm der Vorhand, wobei sie nahezu einen rechten Winkel bilden. Die Kniegelenke sind klar umrissen, Die Sprunggelenke mäßig gebogen. Die Mittelfußknochen sind kurz, senkrecht zum Boden und parallel zueinander, von der Rückenseite gesehen. Die Pfoten sind oval geformt, kompakt, mit dicht verbundenen, gut gewölbten Zehen. Die Ballen sind dick und elastisch. Die Krallen sind kurz und kräftig. Die hinteren Wolfskrallen werden entfernt.

  • Fell  

Von mittlerer Beschaffenheit, glatt bis leicht gewellt, wetterbeständig von mittlerer Länge mit Unterwolle. Die Qualität der Unterwolle variiert mit dem Klima. Das Haar ist kurz glatt am Kopf, an der Außenseite der Ohren, der Vorderseite der vorderen Läufe und unterhalb der Sprunggelenke. Die  Rückseite der vorderen Läufe sind mäßig befedert, die Hosen sind mittelvoll. Mähne und Kragen sind maßvoll, bei Rüden ausgeprägter als bei Hündinnen. Untypische Behaarung ist ein schwerer Fehler.

  • Farbe

Alle Farben sind kräftig, rein und satt. Die anerkannten Farben sind Blue Merle, Red Merle, einfarbig Black oder Red, alle mit oder ohne weiß und / oder kupferfarbenen Abzeichen ohne Vorzug der Reihenfolge. Blue Merle und Black haben schwarze pigmentierte Nasen, Lippen und Augenringe. Red Merle und Red haben rotbraune pigmentierte Nasen, Lippen und Augenringe. Schmetterlingsartige Pigmentierung der Nasen sind bei Hunden unter einem Jahr nicht als Fehler anzusehen. Bei allen Farben sind die Bereiche um die Augen und Ohren überwiegend von anderen Farben als weiß beherrscht. Der Haaransatz eines weißen Kragens darf nicht hinter dem Widerrist liegen.

Fehler: Andere als die anerkannten Farben. Weiße Flecken am Körper.

           Unpigmentierte Nasen.

  • Größe

Bevorzugte Höhe im Widerrist ist für Rüden 50,8 cm – 58,5 cm.

Für Hündinnen 45,7 cm – 53,4 cm.

Qualität sollte niemals zugunsten der Größe benachteiligt werden.

Fehler: Monorchismus, Kryptorchismus

  • Gang

Weich, frei und leicht. Behendigkeit der Bewegungen mit raumgreifenden Schritten. Vorder- und Hinterhand bewegen sich gerade und parallel zur Mittellinie des Körpers. Bei steigender Geschwindigkeit nähern sich die Vorder- und Hinterpfoten der Schwerpunktlinie des Hundes während die Rückenlinie des Hundes fest und waagerecht bleibt.